21.05.1978

Wir waren eine bunte Schar,

von Anfang an schon war das klar,

denn aus der Specis der doctores

hat einer vor dem Aufsteh’n schon mores.

Wenn die Uhr schlägt schon acht,

ist bei ihm noch Mitternacht.

 

Noch immer bin ich eingedenk

der Witze eines Herren Schenk.

Die waren gut ganz in der Tat,

ob’s am Vortrag wohl gelegen hat?

Wir kamen in das Tal der Ammer,

mein Gott war das vielleicht ein Jammer.

 

Schritt für Schritt, stapfte, schmatzte schnalzte,

nur einer war, der kurz mal balzte.

Wir waren ja schon große Könner,

doch wurden wir hier zu Wildsteig-Renner.

 

Das Wetter war stets schrecklich mies,

wir dachten nur, ihr arme Füss’,

was habt ihr alles auszuhalten,

für dies wandernden Gestalten?

Wenn auch das Wetter uns gar äffte,

den Schnaps, den spendete Herr Jetschke.

 

Wer sagt , Italien, Spanien seien schön,

hat nie den Ludwig-Weg gesehen.

                                     Herzlichen Dank!

 

 

Wir schlappen langsam hinterher,

die Waden sind so schrecklich schwer.

Bis Peißenberg – es ist zum Weinen –

Der Gasthof, will er nicht erscheinen?

Und abends sinkt man müd’ ins Bett;

Doch sonst war’s,

doch sonst war’s nett.

 

21.05.1981

Fünf Männer und sechs nette Damen,

zum Wandern mal nach Starnberg kamen.

Am Samstag sind wir froh gestartet,

das Kloster Andechs auf uns wartet.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm!“

Um 6 der Wecker läutet Sturm.

Bei blauem Himmel und viel Sonne

Zu wandern, das war eine Wonne.

Mal unterwegs ‚ne kurze Rast,

wo jeder in den Rucksack fasst,

zu stärken sich mit Weck und Wurst,

uns fehlte etwas gegen Durst.

Doch in Andechs gab’s genug,

zu groß für manche war der Krug!

Doch das war nicht die Schwierigkeit,

in Herrsching kam man an zur Zeit.

Früh mit dem Schiff noch nach Diessen,

um dort den Abend zu genießen.

Wo uns der „Herr Verkehrsverein“

zum Lichtbildervortrag dann lud ein.

Das fanden wir so richtig nett,

und fielen glücklich dann ins Bett.

Und freuten  uns schon auf den Morgen,

zu wandern weiter ohne Sorgen.

 

 

27.05.1982

Als der Start begann mit Regen,

niemandem der Mut wich;

denn auf wunderschönen Wegen,

folgten wir dem König-Ludewig.

 

Einmal vier und zweimal sechs,

die zogen aus mit heilen Füßen,

zur Klosterkirche von Andechs,

dann über’n Ammersee nach Dießen.

 

Doch der Himmel sich erhellte,

und es wurde zusehend’s heiter,

und die Sonne sich gesellte,

zu uns Wand’rern als Begleiter.

 

Zeigte sich‚ `ne blaue Hose,

legten sich die Kühe nieder,

Sonne hieß dann die Prognose,

und sieh da, sie schien schon wieder.

 

Es kam der Hohe Peißenberg

Als Schlusspunkt der Etappe;

Au, auf Ihr Kameraden, frisch ans Werk

Das Ende war nicht ganz von Pappe.

 

Dann ging es durch die Schlucht der Ammer,

die als feucht gilt und gefährlich,

die Steigerung von Schlamm ist schlammer,

das Schuhputzen ist unentbehrlich.

 

Beginnt man nun in Bayern schmählich

Die Natur auch zuzuteeren?

Freunde, lasst das, denn allmählich

Wird die Natur sich selbst beschweren.

 

Kurz nach dem Start am vierten Tag,

die Sonne schien, die Gipfel glänzten,

die Wies an unserem Wege lag,

Kunst und Natur sich hier ergänzten.

 

Bretter uns durch Moore führten,

zum Welfenmünster nach Steingaden,

bunte Wiesen Wege zierten,

die zum Verweilen stets einladen.

 

Gleich zu Beginn am letzten Tag

Ein Moorbach uns den Weg versperrte.

Doch durch brisanten Brückenschlag

Dies Hindernis nicht weiter störte.

 

Am Ende unserer Wanderstrecke

grüßten uns die Königsschlösser.

Wenn er noch lebte dieser Recke,

diesen Rummel wohl genöss er.

 

Nach Starnberg, Pfaffenwinkel, Füssen,

geht unser Dank an unbekannt,

den Freunden, die uns den Weg wiesen,

durch’s frühlingsbunte Bayernland.

  

 

26.05.1983

Wir wandern durch das Bayernland,

nicht nur durch’s Bier wohlbekannt.

Im Kloster Andechs floß es mächtig,

Radi und Kas’ schmeckten prächtig!!

Dann ging’s hinab zum Ammersee

Und morgen geht’s in Richtung Schnee.

Auf König Ludwig’s Spuren heiter,

schlürft uns’re Gruppe fröhlich weiter.

Bis wir am Ziel in Füssen sind,

bläst noch manch laut und leiser „Wind“.

In Starnberg betreute uns ein Wiener,

im Römerkessel ein Berliner,

das wird uns langsam ungeheuer:

Wir fragen uns, wo sind die Bayern.

 

08.10.1983

Die 7er Gruppe kam aus Ravensburg und Berlin

und da die Sonne fast immer schien,

marschierten wir froh und munter,

alle Berge rauf und wieder runter.

Auf König-Ludwigs Wegen

immer fröhlich seinen Schlössern entgegen.

Nun können wir nicht mehr so gut laufen,

aber immer noch bayerisches Bier ........trinken.

 

07.10.1983

Von dem schönen Taunusrand

kamen 12 Wanderer ins Bayernland.

Der König-Ludwig-Weg war unser Ziel,

der allen wunderbar gefiel,

und als wir kamen müde ins Quartier,

standen die Koffer schon vor der Tür.

Na und bevor wir gingen lahm zu Bette,

sangen und prosteten wir um die Wette.

Ein Hoch der guten Organisation:

Die nächste Wanderung planen wir schon!

 

 

17.10.1983

Das Wandern ist des Müllers Lust,

das haben andere auch gewusst.

Vierundzwanzig waren weise

Und gingen mit uns auf die Reise.

„Königlich wandern“ hieß das Programm,

in Starnberg am See fingen wir an.

Die Maisinger Schlucht erlebten wir

Und freuten uns auf das Andechser Bier.

Wir haben’s getrunken und auch genossen.

Beim Abschied wären bald Tränen geflossen.

Doch ziehen wir weiter in’s Land hinein

Und wollten recht frohe Wandersleut’ sein.

Fahren wir heim, denken wir zurück

An’s Wandern und Schauen, begleitet vom Glück.

 

 

14.10.1984

Der König Ludwig war allein,

mit seinem Volk hatt’ er kein Schwein.

Wir waren viele auf den Wegen,

die Sonne schien uns auf den Brägen,

am Abend schmeckte uns das Bier

und froh ging’s morgens aus der Tür.

O Ludwig! Nie stimmte Deine Kasse –

Dein Weg jedoch – der war Klasse!

 

 

05.09.1985

1981 waren wir hier,

wir tranken in Andechs bayerisches Bier,

der Regen rann vom Himmel herunter,

trotzdem waren wir stets munter.

Um alles einmal bei Sonne zu sehen,

kamen wir wieder, wird es nun schön?

Der Hellmuth wollte auch bei uns sein heut’,

es war ihm nicht möglich, das tut uns sehr leid.

Wandern wir wieder im nächsten Jahr,

dann ist er wieder bei uns, das ist doch klar.

Dann ist die Gruppe Oppermann wieder komplett,

das gefällt uns allen, das finden wir nett.

 

 

22.09.1985

Mainzelmänner, Mainzelfrauen,

wandern gern durch Bayerns Auen.

Quälen ihre müden Glieder,

singen vor Schmerzen Wanderlieder.

 

 

22.09.1985

Der K-Weg heuer unser Motto,

Hede Elsbeth, Bruno, Karl und Otto.

Von Starnberg bis nach Füssen,

die Loreley lässt grüßen.

 

 

26.10.1985

1981 hat’s nur g’regnet,

in diesem schönen Bayernland,

der Nebel uns die Sicht verbannt.

(oder durch das gute Bier?)

Jedenfalls wir freuen uns hier.

Wir kommen aus dem schönen Pfalz am Rhein,

da kann man auch sehr lustig sein.

Am Hang der Haardt mit vielen Reben –

Schenkt uns der Herrgott mit dem Wein seinen Segen!

 

 

17.10.1986

Wir reisten an vom Nordseestrand

In König-Ludwigs Bayernland.

Der Wanderer warn’s gar viele;

Nicht jeder kam ins Ziele.

Drum Leut:

Hört im Wald Ihr jemand’ schrei’n –

Wird er von unserer Gruppe sein.

Die Sondergruppe „Spekulatius“

aus Bremerhaven mit Dank für sehr gute

Organisation und Betreuung. 

 

 

10.05.1987

Zwölf „Bergler“ von dem DAV,

bunt gemischt, mal Mann, mal Frau,

wollen dies Jahr mal König Ludwig grüßen,

der kürzlich 100 Jahre jung,

dort wo am Weg grüne Auen sprießen,

wo das Volk noch lebt in Erinnerung.

Mal abseits von steilem, gewohnten Pfad’,

die sonst die Gruppe meistens gehet,

geht’s dies Mal sanft, und meistens gerad’,

„unsere“ Berge man meistens von unten sehet.

Wenn nun der Wettergott uns gut gesonnen

und allen, die mit uns sind auf dem Steg,

dann wird es enden, wie es begonnen,

nämlich lustig und fröhlich, den ganzen Weg. –

Auf dass der Pfad gar net so steil,

ein herzlich Pfüa Gott – und allen Berg Heil.

 

 

26.10.1985

Wandern ohne Gepäck ist fein,

nächstes Mal lassen wir die Frau auch noch daheim.